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Klimaneutrales Wohnen – Wohnen in Bio-Qualität

„Bio“ – das gibt es nicht nur im Supermarkt um die Ecke! Es lässt sich immer deutlicher ein Trend zu nachhaltigem Wohnen feststellen. Und das hat einen guten Grund!

Bauwerke sind per se langlebig. Deshalb ist es umso wichtiger, auf den sog. CO2-Fußabdruck zu achten … gerade, wenn man neu baut. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre gibt es das Prinzip der sog. Passiv-Häuser, die fast ohne Heizung auskommen. Und „passiv“ nennt man diese Gebäude, weil sie passive Heizquellen wie die Sonne, die von technischen Geräten abstrahlende Wärme und auch die Körpertemperatur der Bewohner nutzen. Unterstützend dazu wirken eine wirkungsvolle Dämmung – gepaart mit dreifach verglasten Fenstern und gedämmten Fensterrahmen. Die „Haut“ des Hauses ist quasi luftdicht. Außerdem ist eine Lüftungsanlage mit einer sog. Wärmerückgewinnung integriert.

Ganz reichen diese Wärmequellen meist noch nicht aus, aber sehen wir uns doch einmal die heftigsten CO2-Emissionäre in einem Haushalt an:

  • 53% kommen von der Heizung,
  • 29% kommen aus der Küche,
  • 10% kommen aus dem Bad,
  • 4% kommen von der Beleuchtung,
  • 2% kommen von den unterschiedlichen Medien,
  • 2% kommen von der Wäsche.

Quelle: mein-klimaschutz.de/Umweltbundesamt (02/2018)

Seit den 1990er Jahren hat sich viel getan. Inzwischen gibt es energieautarke Häuser, die sich durch Sonnenkollektoren und Wärmespeicher vollkommen selbst versorgen. Außerdem wurden die sog. „Plus-Energiehäuser“ entwickelt, deren Energieproduktion sogar den Bedarf übersteigt.

Soweit wäre ja alles in Ordnung. Nur gibt es da ja noch eine riesige Menge an Immobilien, die keine dieser Vorzüge aufweisen … die Altbauten. Dank der nach der Ölkrise in den 1970er Jahren eingeführten Wärmeschutzverordnung des Bundes ist der Energiebedarf der nach diesem Zeitpunkt gebauten Häuser immer weiter gesunken. Aber um die Altbauten tatsächlich klimaneutral zu gestalten, muss zumindest ein Teil der benötigen Energiemenge durch erneuerbare Energie aus beispielsweise Solarkollektoren, elektrischen Wärmepumpten oder Holzpellets erzeugt werden.

Und wenn das Klimapaket der Bundesregierung wirklich umgesetzt werden soll, dann dürfen wir nicht nur die Emissionen berücksichtigen, die aufgrund der Nutzung eines Gebäudes entstehen. Auch die Energie, die beim Herstellen der Baumaterialien benötigt wird, hinterlässt einen entsprechenden Fußabdruck … und sollte einkalkuliert werden(z. B. bei der Zementherstellung!). Experten sind sich einig: Mit Sanierungen nach derzeitigem Know-how, kombiniert mit Brennwerttechnik und Solaranlagen, ist eine komplette Klimaneutralität von Gebäuden nicht zu erreichen. Es sollten darüber hinaus noch grüne Fernwärme, Wasserstoff statt Erdgas und weitere Neuerungen zum Einsatz kommen. Und wenn dann noch Baumaterialien eingesetzt werden, die eine negative CO2-Bilanz aufweisen, könnte dieses ehrgeizige Ziel in erreichbare Nähe rücken.

Sie sehen, der Weg zu klimaneutralem Wohnen ist noch ein weiter und steiniger! Ein geschärftes Bewusstsein dafür – bereits vor dem Neubau oder beim Kauf – ist der erste, wichtige Schritt in die richtige Richtung!

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